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Als Vertreter des LSN mit Förderung durch den Landessportbund Niedersachsen waren auch in diesem Jahr ausschließlich Kaderschwimmer der SSG Braunschweig zusammen mit einer Gruppe niedersächsischer Fechter für 10 Tage zu einem Austausch in der russischen Region Perm westlich des Uralgebirges zu Gast. Anne Boczaga, Nele Tschachschal und Stephanie Sohnekind sowie Cedric Rzesacz, Clemens Kaiser und Ruben Reck nahmen hier zusammen mit dem betreuenden Trainer Hans Kaiser in Vertretung für den erkrankten Uwe Stelzer vom 07.-17.Juli am Festival des Sports – einer Art Mini-Olympiade – teil.
Untergebracht war die Gruppe in einem Camp direkt an einem Waldrand nahe der Stadt Tschaikowski – bewacht vom russischen Militär. Sehr gewöhnungsbedürftig war die Verpflegung im Camp. Morgens, mittags und abends gab es immer Brei zu essen, allerdings in verschiedenen Variationen und immer mit Fleischeinlage. Trotzdem gelang es den meisten SSG-Schwimmern ihr Gewicht nicht nur zu halten. Einige wenige nahmen sogar an Gewicht zu.
Nach nur kurzer Eingewöhnungszeit wurden schnell die ersten Kontakte zu den russischen Schwimmern geknüpft, so dass im weiteren Verlauf problemlos täglich zusammen trainiert werden konnte. Dabei war das Wasser im Becken jedoch um einiges kälter als in Braunschweig. Die Trainingsmethoden der russischen Partner unterschieden sich dabei nicht wesentlich von den eigenen – auch hier war daher ein problemloses und harmonisches Miteinander garantiert. Vertrauen, das Leitungswasser als Trinkwasser zu nutzen, hatte die Gruppe nicht. Vor allem nach dem Duschen hatte man immer einen Schmierfilm auf der Haut.
Aufgelockert wurde das tägliche Leben durch eine Reihe „schwimmfremder“ sportlicher Wettkämpfe wie Kleinkalibergewehrschießen, Drachenbootrennen und Beach-Volleyball. Sogar ein kurzer Beitrag für das lokale russische Fernsehen musste absolviert werden.
Zweimal begaben sich die Braunschweiger Athleten auf Ausflugstour in die nähere Umgebung, wobei die Entfernungsmaßstäbe an die russischen Gewohnheiten angepasst werden mussten. Eine Busfahrt von vier Stunden Dauer war für die russischen Schwimmer jedenfalls eine kurze Tour.
Ein Schwimmwettkampf stand erst am letzten Tag auf dem Programm und bildete somit den Abschluss für eine durchweg gelungene Veranstaltung. Die hier gezeigten Leistungen entsprachen einmal mehr den Ansprüchen der Trainer und brauchten sich keinesfalls hinter den Leistungen der russischen Schwimmer verstecken.
Mit vielen neuen Freunden (via facebook) im Gepäck und um einige positive Erfahrungen reicher erreichten dann am 17. Juli gegen 23:00 Uhr alle wieder den heimischen Boden.
Im Dezember werden voraussichtlich dann Schwimmer aus Perm und Umgebung als Gäste nach Braunschweig zum Gegenbesuch kommen – zur Teilnahme an der SSG Weihnachtsgala 2011.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Hans Kaiser, der durch seine kurzfristige Bereitschaft zur Betreuung der Schwimmer den drohenden Ausfall der Reise wegen der Erkrankung von Uwe Stelzer verhinderte.
Bilder kann man in der Bildergalerie ansehen.
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