Ende Februar: Zeit fürs Piranha-Meeting! Drei Tage voller Startsprünge, Anfeuerungsrufe und neuer Bestzeiten – begleitet von einem kleinen süßen Piranha, der als Maskottchen, auf Medaillen und sogar als Plüschtier überall präsent war. Wer in Hannover erfolgreich sein will, muss den Piranha-Biss zeigen.

Bereits am ersten Wettkampftag zeigte sich: Das Beißen klappt und es wird ein schnelles Wochenende. Der Nachwuchs der SSG Braunschweig präsentierte sich in starker Frühform. Mehrere Finalteilnahmen in den Jugendfinals, zahlreiche Podestplätze in den Jahrgangswertungen, etliche erreichte Pflichtzeiten für die kommenden Landes- und Norddeutschen Meisterschaften und viele, viele persönliche Bestzeiten sorgten für ein rundum erfolgreiches Wettkampfwochenende.

Vielleicht lag es ja auch daran, dass das Einschwimmen traditionell im Piranhabecken stattfindet – und wer dort einmal auf Betriebstemperatur gekommen ist, schwimmt anschließend besonders schnell.

Ein Ausrufezeichen von Hannah Lage

Wenn man über dieses Meeting spricht, kommt man an Hannah Lage / PSV (2013) nicht vorbei. Sie schwamm nicht nur vorne mit – sie setzte Maßstäbe. Mit Rang zwei über 400 m Freistil (4:59,40) gelang ihr schon ein starker Einstieg. Dann ging es Schlag auf Schlag: Über 100 m Rücken setzte sie ein Ausrufezeichen. Nach 1:12,66 im Vorlauf schwamm sie im Jugendfinale mit 1:11,49 Minuten auf Rang zwei. Dem Piranha sei Dank!?

Mit der Zeit von 1:14,64 über 100 m Schmetterling erreichte Hannah erneut das Jugendfinale. Hier konnte sie sich zwar nicht steigern und belegte einen großartigen 6. Platz. Doch nur zehn Minuten später stand bereits das nächste Finale an – diesmal über 100 m Freistil. Mit 1:04,33 (1:04,61 im Vorlauf) zeigte sie erneut ihre Sprintqualitäten. Leider reichte dieses Spitzenergebnis „nur“ zum undankbaren vierten Platz. Und auch Hannahs weitere Zeiten zeigten ebenfalls deutliche Leistungsverbesserungen und unterstrichen ihre starke Entwicklung.

Lukas Winter – Schnell unterwegs auf den kurzen Strecken

Auch Lukas Winter/ PSV (2012) drückte dem Meeting seinen Stempel auf. Er erreichte zwei Jugendfinal-Teilnahmen. Über 100 m Brust gewann er zunächst seinen Jahrgang und schwamm anschließend im Jugendfinale auf Platz zwei.

Über 100 m Freistil schwamm er im Vorlauf 0:58,82 und war damit äußerst unzufrieden. Im Finale knackte er mit 57,85 Sekunden schließlich die 58-Sekunden-Marke – eine starke Leistung, die leider ebenfalls „nur“ mit einem vierten Platz belohnt wurde.

Dazu kamen Podestplätze über 50 m Freistil, 50 m Rücken und 200 m Freistil – ein Wettkampf voller Konstanz auf hohem Niveau. Vielleicht hatte Lukas den berühmten Piranha-Biss besonders gut verinnerlicht?

Anton Siegfried – Dominanz im Jahrgang

Auch Paul-Anton Siegfried / PSV (2013) setzte ein Ausrufezeichen und dominierte seinen Jahrgang über 200 m Lagen, 100 m Brust und 200 m Brust jeweils mit Platz eins.

Über 100 m Brust qualifizierte er sich ebenfalls für das Jugendfinale. Nachdem er im Vorlauf mit 1:19,96 noch oberhalb seiner Bestzeit blieb, hatte er im Finale offenbar ordentlich Wut im Bauch (oder einen Piranha hinter sich?) und steigerte sich auf starke 1:18,51 Minuten – Bronze gegen ältere Konkurrenz.

Auch Anton schwamm mehrere persönliche Bestzeiten und Qualifikationszeiten für die kommenden Norddeutschen Meisterschaften – ein klares Zeichen seiner tollen Entwicklung.

Die gesamte Mannschaft war einfach spitze

Das Jugendfinale über 100 m Brust (männlich) war überhaupt ein echtes Glanzstück: Die SSG stellte gleich vier von acht Finalteilnehmern. Neben Lukas (2.) und Anton (3.) schwammen noch Brian Kraft (7.) und Vincent Hellmann (8.).

Doch damit war die Erfolgsserie noch lange nicht beendet – die SSG-Schwimmer fischten weiter im Piranhabecken an diesem Wochenende:

  • Jalina Chiara Döppner/ PSV (2013) erreichte das Jugendfinale über 100m Brust und wurde mit neuer Bestzeit hervorragende 6., darüber hinaus sicherte sie sich die Silbermedaille über 200m Brust im Jahrgang. Dies war ein nicht zu erwartendes Ergebnis nach ihrer langer Krankheits- und Rehaphase.
  • Lilja Kroll/ PSV (2013) erreichte das Jugendfinal über 100m Rücken (Platz 8, mit neuer Bestzeit) und sicherte sich mit einem couragierten Rennen Rang drei über 200 m Rücken im Jahrgang, über 200m Schmetterling verpasste sie als 4. Im Jahrgang das Podest knapp.
  • Vincent Hellmann/ PSV (2013) erreichte das 100m Brust Jugendfinale, gewann die 200 m Rücken seines Jahrgangs und überzeugte auch über 200mBrust und Freistil.
  • Brian Kraft/ PSV (2011) war ebenfalls Teilnehmer im 100m Brust -Jugendfinale, dazu wurde ern2. in seinem Jahrgang über die 200 Brust.

 

  • Sarah Abu Mugheisib/ PSV (2013) schwamm eine hervorragende Bestzeit über 400m Freistil und verpasste mit 1 Hundertstel die Pflichtzeit für die Landesmeisterschaften über die 50m Brust nur denkbar knapp.
  • Bohdana Haidukova/ SG Blau-Gold (2012) ging Samstag bereits angeschlagen in den Wettkampf, schwamm aber dennoch eine grandiose Bestzeit über 50m Freistil. Leider musste sie Sonntag krankheitsbedingt passen.
  • Amelie Uribe Aristi/ PSV (2010) ging nur über die 50m Brust an den Start und schwamm direkt eine neue Bestzeit.
  • Mariia Dorofieieva/ PSV (2009) schwamm mehrfach aufs Jahrgangspodest im Brust- und Sprintbereich.
  • Ana Garibay Estrada/ SG Blau-Gold (2009) war über die kurzen Strecken unterwegs und schwamm äußerst knapp an den Podestplätzen vorbei!
  • Conrad Vollmer/ PSV (2012) mischte sich im Sprintbereich konstant unter den Top-Platzierungen!
  • Friedrich Dammeyer/ PSV (2012) glänzte mit starken Verbesserungen über 100 m Rücken und 200 m Freistil.
  • Julius Lage/ PSV (2011) schwamm am Samstag einen couragierten Wettkampf und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung vor allem über die 100m Rücken. Am Sonntag musste er verletzt aussetzen.
  • Thore Poppenhäger/ PSV (2011) steigerte seine Leistungen vor allem über die kurzen Distanzen.
  • Rudolf Weggässer/ PSV (2009) war auf den kurzen Freistil und Schmetterlingsstrecken unterwegs und schwamm darin neue Bestzeiten.
  • Kiril Karpenko/ PSV (2009) wurde über die 50m Rücken 3. In seinen Jahrgang.
  • Mattis Peeck/ PSV (2007) wurde ebenfalls über die 50m Rücken 3. In seinem Jahrgang.

 

Fokus auf 200 m Lagen – Jahrgänge 2014 und 2015 mit klarem Ziel

Doch neben den „Großen“ waren auch die Jüngsten mit von der Partie. Der Schwerpunkt lag bei den Jahrgängen 2014 und 2015 ausschließlich auf den 200 m Lagen. Hier ging es nicht nur um persönliche Bestzeiten, sondern vor allem um die Pflichtzeiten für die Landesmeisterschaften sowie um eine möglichst gute Platzierung in den Bestenlisten zur Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf.

Gerade über diese vielseitige Strecke zeigt sich, wer Technik, Ausdauer und Rennübersicht kombinieren kann – ganz ohne Schonung, aber mit Biss!

Im Jahrgang 2015 gingen an den Start: Frieda Leschke (SG Blau-Gold), Edda Möller, Vanessa Reifelsberger, Alea Roederer, Berenike Beykirch, Nuria Kury, Jasper Mildt, Moritz Neitsch, Alexander Laudien (alle PSV).

Im Jahrgang 2014 starteten: Lotta Härtel (SG Blau-Gold), Emmilie Kraft, Emma Schnelle, Leonard Sommerfeld (alle PSV)

Hervorzuheben ist insbesondere die Leistung von Lotta Härtel, die mit 2:49,33 Minuten ein klares Ausrufezeichen setzte und ihren Konkurrentinnen schon einmal zeigte, wo die Reise hingehen könnte. Am Ende wurde sie mit Rang drei ihres Jahrgangs belohnt.

Auch die Jüngsten zeigen Piranha-Biss

Wir wollen aber auch unsere allerjüngsten nicht vergessen: 3 Sportlerinnen und 3 Sportler des Jahrgangs 2016 wagten sich zum ersten Mal auf diese Vielseitigkeitsstrecke – und schwammen sie mit großem Einsatz und viel Mut. Es waren Isabella Jahn, Tiana Boya Sun, Paulina Tschisgale, Franz Ebeling, Karl Helberg, und Alexander Laudien (alle PSV)

Vielleicht lag es auch daran, dass man beim Piranha-Meeting schnell lernt: In diesem Becken wird nicht gebummelt.

Die Saison nimmt Fahrt auf

Neben den sportlichen Erfolgen überzeugte die SSG Braunschweig auch als Team. Am Beckenrand wurde gemeinsam mitgefiebert, in den Finals lautstark unterstützt und jede Bestzeit gefeiert, aber auch die eine oder andere Träne getrocknet, wenn das Rennen nicht so lief wie erhofft. Ein toller Teamzusammenhalt.

Ein besonderer Dank gilt dem Trainerteam (Andrea Welzel, Sophia Laborius und Anton Peppel) für die intensive Vorbereitung und Betreuung über alle drei Wettkampftage hinweg.

Ebenso danken wir unseren Kampfrichterinnen und Kampfrichtern: Birgit Leschke, Carsten Mildt, Antje Lage, Ina Hellmann, Antje Siegfried, Wiebke Kroll, Thorben Dammeyer, Sandra Döppner, Katrin Winter und Emel Abu-Mugheisib für ihren Einsatz – ohne ihr Engagement wären Wettkampfteilnahmen nicht möglich.

Ein großes Dankeschön geht an den Fotografen Daniel von hdmedia.sports für die tollen Fotos während der Veranstaltung – besonders für das gelungene Gruppenfoto.

 

Für die Aktiven war dies ein wichtiger Langbahn-Test – mit Blick auf die anstehenden Meisterschaften. Das Piranha-Meeting hat gezeigt: dass das Training greift – und dass die Richtung stimmt. Die Formkurve zeigt klar nach oben.

Vielleicht hat ja auch der kleine Piranha seinen Anteil daran. Denn wer drei Tage lang im Piranhabecken schwimmt, nimmt offenbar ein bisschen von dessen Biss mit nach Hause.

Und damit eines klar ist: dieses Wochenende war erst der Anfang.