Am vergangenen Wochenende ging die SSG bei der TV Jahn Trophy in Wolfsburg mit einem beeindruckenden Aufgebot an den Start. Insgesamt 50 Athletinnen und Athleten absolvierten starke 231 Einzelstarts aus verschiedenen Leistungs- und Nachwuchsgruppen der SSG.
Mit insgesamt 20 weiteren Vereinen, unter anderem aus Potsdam und Berlin, konnten sich die Sportlerinnen und Sportlern messen und wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln. Für viele der Jüngsten war es zudem der erste Start auf der 50-Meter-Bahn – ein ganz besonderes Erlebnis. Über die 50-Meter-Strecken zeigten sie ihr Können und lernten gleichzeitig, wie ein Wettkampf organisatorisch abläuft: vom Lesen des Meldeergebnisses bis zum pünktlichen Erscheinen an der Startbrücke.
Unterstützung erhielten sie dabei unter anderem von Franziska Hauptmann aus der Spitzengruppe, die den Nachwuchs tatkräftig begleitete. Für die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer ist es immer etwas Besonderes, wenn erfahrene Athletinnen und Athleten ihnen Aufmerksamkeit schenken und Hilfestellung geben – das stärkt nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch den Teamgeist innerhalb der SSG.
Neben zahlreichen neuen persönlichen Bestzeiten und Pflichtzeiten für die Bezirks- und Landesmeisterschaften standen vor allem Wille und mentale Stärke im Fokus. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür lieferten Marlene Rode (Jg. 2015 / SG Blau-Gold) und Jasper Mildt (Jg. 2015 / PSV).
Marlene trat nach einer längeren verletzungsbedingten Trainingspause erstmals wieder bei einem Wettkampf an. Obwohl sie erst seit einer Woche wieder im Training war, knüpfte sie nahezu an ihre alten Zeiten an und unterbot ihre bisherige Bestzeit über 50 Meter Brust sogar um knapp drei Sekunden – eine bemerkenswerte Leistung.
Auch Jasper bewies großen Kampfgeist. Während seiner Verletzung trainierte er mit entsprechenden Anpassungen weiter, allerdings ausschließlich mit Armarbeit und großer Vorsicht. Umso beeindruckender ist es, dass er in allen geschwommenen Strecken neue Bestzeiten erzielen konnte. Beide haben eindrucksvoll gezeigt, wie man sich trotz Rückschlägen nicht unterkriegen lässt und gestärkt zurückkommt.
Ein weiteres sportliches Highlight setzte Hannah Lage (Jg. 2013 / PSV): Über die 100 Meter Rücken qualifizierte sie sich in starken 1:12,60 Minuten für das Finale und unterstrich damit ihre tolle Entwicklung.
Trainerin Maren betreute unsere jüngsten Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer beim kindgerechten Wettkampf die erste Wettkampfluft schnuppern konnten. Am Mittag folgten dann die Sternchen (ca. 6-8 Jahre), die ebenfalls ihre ersten Erfahrungen im Wettkampfgeschehen sammelten und von Nina und Jens betreut wurden.
Insgesamt war es ein Wettkampf mit besonders vielen jungen Athletinnen und Athleten – eine organisatorische und betreuerische Herausforderung. Für unsere Trainerinnen und Trainer bedeutet das: Kinder rechtzeitig zur Startbrücke schicken, Zeiten stoppen, Schwimmtechniken beobachten, direkt im Anschluss individuelles Feedback geben – und währenddessen bereits die nächsten Starts koordinieren. Diese Mehrfachbelastung über viele Stunden hinweg verlangt höchste Konzentration und enormen Einsatz.
Dabei leisten sie noch weit mehr als die reine Trainingsorganisation: Sie unterstützen die Kinder auch mental, sprechen Mut zu, fangen sie auf, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt, und motivieren sie, dranzubleiben und an sich zu glauben. Gerade in Momenten der Enttäuschung oder Nervosität sind sie wichtige Begleiter, die Sicherheit und Zuversicht vermitteln.
Dafür gilt unserem Trainerteam Andrea, Nina, Maren, Jens, Saskia, Andre und Finja ein ganz besonderer Dank!
Bei den punktbesten Leistungen die am Ende der Veranstaltung geehrt wurden belegten bei den weiblichen Athletinnen
- Edda Möller (Jg. 2015 / PSV) Platz 3,
- Gina Hellmann (Jg. 2009 / PSV) Platz 1,
- Franziska Hauptmann (Jg. 2001 / SG Blau-Gold) Platz 2.
Bei den männlichen Athleten erreichten
- Jasper Mildt Platz 3 und
- Len Henri Jürgens (Jg. 2007 / PSV) Platz 2.
Nach insgesamt zwölf Stunden Wettkampf war die TV Jahn Trophy ein echter Mammuttag, der allen Beteiligten viel abverlangte. Die Länge des Wettkampfes machte sich bei einigen Sportlerinnen und Sportlern durch Kopfschmerzen oder Übelkeit bemerkbar.
Am Ende überwogen jedoch die Freude über zahlreiche neue persönliche Bestzeiten und viele starke Auftritte im Wasser.
Herzlichen Glückwunsch an alle Schwimmerinnen und Schwimmer zu ihren tollen Leistungen!
Ein großes Dankeschön geht zudem an unsere Kampfrichterinnen und Kampfrichter für ihren engagierten Einsatz am Beckenrand.